201 van Slobbe, Tim, Herr, Krankenpfleger, 1964, Breda
202 Alves, Maria, Frau, Angestellte, 1952, Benedita
203 Hönle, Francoise, Frau, Pensionierte Oberstudienrätin, 1940, Rennes
204 Antonov, Ludmilla, Frau, Bauingenieurin, 1951, Kriwoj Rog
205 Özogul, Bülent, Herr, Polizeioberkommissar, 1974, Bayburt
206 Wenig, Ewa, Frau, Soziologin M.A., 1972, Beuten
207Ahuraian, Djamschid, Herr, Sozialpädagoge, 1947, Yazd
208 Royak, Boris, Herr, Ingenieur, 1964, Yaroslavl
209 Aktan, Cennet, Frau, Schneiderin, 1969, Cayirli
210 Arslan, Ahmet, Herr, Elektroinstallateur, 1978, Nusaybin
211 Berisa, Driton, Herr, Bäcker, 1986, Urosevac
212 Nezamova, Nadezda, Frau, Techn. Angestellte, 1964, Novy Jicin
213 Itugbu, Bridget, Frau, Übersetzerin, 1983, Ozoro
214 van Slobbe, Philipp, Herr, Schüler, 1997, Pohlheim
215 Qrirou, Younes, Herr, Politikwissenschaftler, 1983, Casablanca
216 Knöbl, Natallia, Frau, Angestellte im Vertrieb, 1977, Wejno
217 Rana, Nasra, Frau, Studentin, 1987, Sialkot
218 Taman, Erdem, Herr, Maschinenführer, 1970, Corum
219 Ybanez Centeno, Juan Bautista, Herr, Auszubildender als Sozialpädagoge,
1969, Burgos
220 Jordanoska, Tanja, Frau, Studentin, 1988, Ohrid
221 Göktas, Lütfi, Herr, Energieberater, 1969, Cermik

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Ausländerbeirat des Landkreises Gießen - Wahl am 29. November 2015

Wahlprogramm der  I n t e r n a t i o n a l e   L i s t e (IL)

»   Wahlprogramm herunterladenfileadmin/Dokumente/Auslaenderbeiratswahlen/Wahl_2015/Listenvorstellung/Giessen_Landkreis/Programm_IL_2015_FINAL.pdf

 

Wer sind wir?

Die Internationale Liste orientiert sich nicht an Staatsangehörigkeit, Herkunft oder Religion, sondern an der Lebenssituation der Migrantinnen und Migranten in Deutschland und ganz besonders im Landkreis Gießen.

Unsere Liste besteht aus EU- und nicht EU-Bürgerinnen und Bürgern aus verschiedenen Kulturkreisen, die sich ganz bewusst entschieden haben, miteinander zu arbeiten.

Wir wollen die Schwierigkeiten, mit denen Nicht-Deutsche konfrontiert sind, darstellen und dazu beitragen, dass sich ihre Situation verbessert.

Wir, die Internationale Liste, kandidieren im Landkreis und sind schon seit 20 Jahren dort engagiert.

Kandidatinnen und Kandidaten, die seit Jahren aktiv sind, bringen ihre Erfahrungen mit, und neue Kandidatinnen und Kandidaten bringen neue Impulse.

Was sind unsere Ziele?

Wir setzen uns für ein gleichberechtigtes Zusammenleben von allen Menschen, Deutschen und Nicht-Deutschen, ein.

Unsere Schwerpunkte sind:

1. Schule und Bildung

    • Integration, Inklusion anstatt Trennung und Ausgrenzung ist unser Ziel. Durch Selektion ab Klasse 5 sind Migrantenkinder extrem benachteiligt. Wir sind gegen die frühe Aufteilung in Hauptschule, Realschule und Gymnasium. Förderschulen gehören auf den Prüfstand.
    • Muttersprachen sollen als Schulsprachen anerkannt und bei Prüfungen zugelassen werden.
    • Multilinguale Schulen und Kindergärten sollen gefördert werden, aber nicht nur englisch-deutsche. Alle Sprachen sind wertvoll!

    2. Zugang zu Ausbildung und Arbeitsmarkt

      • Die Vorrangprüfung, bei der eine Arbeitsstelle zuerst Deutschen und Ausländern mit unbeschränkter Erlaubnis zur Erwerbstätigkeit angeboten werden muss und nicht dem/der Geeignetsten, ist diskriminierend. Die Einteilung von Menschen in verschiedene Kategorien (EU-Bürger, Nicht EU-Bürger, Aussiedler, Asylbewerber) gehört abgeschafft.
      • Die Anerkennung ausländischer Diplome und Abschlüsse wurde per Gesetz geregelt. In der praktischen Umsetzung ist die Verbesserung von Umschulungs- und Nachqualifizierungsmaßnahmen notwendig, damit die Eingliederung in den Arbeitsmarkt erleichtert und qualifizierte Menschen nicht in unqualifizierte Niedriglohnarbeit gedrängt werden.
      • Wir arbeiteten daran mit, dass im Landkreis Gießen die Möglichkeit zur Aufnahme von Praktika und Arbeitsgelegenheiten für Asylsuchende geschaffen wurde.
      • Um die Chancen von MigrantInnen auf einen Ausbildungs- oder Arbeitsplatz zu verbessern, unterstützen wir Projekte für MigrantInnen und Vorhaben des Landkreises, des Jobcenters und der im Landkreis tätigen Beschäftigungs- und Bildungsträger.
        Dabei stehen wir für nachhaltige Maßnahmen statt kurzlebige Projekte.
      • Diversität ist eine Ressource, auch für Unternehmen.

        3. Politische Partizipation

          • Wir konnten in dieser Legislaturperiode den Kreistag überzeugen, dem Kreisausländerbeirat ein Antragsrecht einzuräumen!
            Das haben wir mit juristischen Argumenten und durch zuverlässige, zielorientierte und überparteiliche Kooperation erreicht. Weitere Ausländerbeiräte in Hessen haben mit unserer Unterstützung ebenfalls ein Antragsrecht erhalten.
            Unser Ziel ist stets eine überparteiliche Zustimmung zu unseren Anträgen im Kreistag.
          • Kommunalwahlrecht für alle ist dringend erforderlich.
          • Einbürgerung muss erleichtert anstatt erschwert werden. Die hohen Anforderungen (Sprachprüfung, Einkommen, Länge und Art des Aufenthalts, Entlassung aus der früheren Staatsbürgerschaft für nicht-EU-Bürger) bringen viele Versuche zum Scheitern.
          • Doppelte Staatsbürgerschaft sollte großzügig erlaubt werden.

          4. Interkulturelle Kompetenzen in Kindergärten, Schulen, Behörden und Institutionen

            • Kenntnisse über und Erfahrungen mit anderen Kulturen, Sprachkenntnisse und Begegnungen führen zu Öffnung und Toleranz. Dazu wurden Workshops eingerichtet mit Mitarbeitern der Kreisverwaltung, der THM und Mitgliedern des Ausländerbeirates.
            • Die interkulturelle Öffnung von Behörden und kommunalen Einrichtungen begreifen wir als einen Prozess und werden uns für eine kontinuierliche Fortsetzung und Erweiterung solcher Weiterbildungsangebote einsetzen.

            5. Aufnahme von Flüchtlingen

              • Wir fördern schon seit Jahrzehnten eine wohlwollende Stimmung hinsichtlich der Bereitschaft, Flüchtlinge aufzunehmen. Diese breitet sich jetzt in der Gesellschaft aus, und es freut uns, dass so viele Menschen sich für Flüchtlinge engagieren.
              • In unserer Funktion als Berater der Kreisorgane sind wir vielfältig beschäftigt mit diesem Thema. Zum Beispiel unterstützen wir den Landkreis, eine gute Betreuungsqualität in den Gemeinschaftsunterkünften (GUs) zu halten.
                Das geschieht durch Ortsbegehungen in den GUs, Beratungen und Teilnahme an den entsprechenden Diskussionen in verschiedensten Kreisgremien, in denen wir die Interessen und Sichtweisen der Flüchtlinge vertreten.
              • Durch unsere Anträge im Kreistag wurde das Team Asyl personell wesentlich aufgestockt und in die Lage versetzt, seinen Aufgaben nachzukommen.
                Wir werden die Aktivitäten des Landkreises in diesem Bereich weiterhin konstruktiv und kritisch begleiten und uns für die Einhaltung von Unterbringungsstandards, den Erhalt und die Erweiterung von Angeboten zur sprachlichen, kulturellen und arbeitsmarktorientierten Integration einsetzen.
              • Die Polarisierung in willkommene Kriegsflüchtlinge und unerwünschte „Armutsflüchtlinge“ lehnen wir ab, die Erweiterung der sogenannten „sicheren Drittstaaten“ ebenfalls.

              6. Förderung kultureller Vielfalt und interkultureller Begegnungen

                • Wir sind stolz auf unsere Kulturen und wollen damit die deutsche Gesellschaft bereichern. Migranten und Migrantinnen, die ihre Kultur pflegen, sie in der Öffentlichkeit präsentieren, unterstützen wir.

                7.Gegen Ausländerfeindlichkeit, Rassismus und Volksverhetzung

                • Wir setzen uns gegen jegliche Form von Rassismus und Diskriminierung ein, und unterstützen Personen, die Opfer davon werden.
                • Unser Antrag auf eine Antidiskriminierungsstelle wurde im Kreistag einstimmig angenommen und die konkrete, landkreisübergreifende Umsetzung im Rahmen der interkommunalen Zusammenarbeit wird zur Zeit geplant.

                Interkulturelle Öffnung statt einseitiger Anpassung!

                Wie arbeiten wir?

                • In Plenarsitzungen und auf Veranstaltungen stellen wir die Probleme dar, die das Leben vieler Migranten und Migrantinnen erschweren und ihre Integration oft verhindern.
                • Hier im Landkreis Gießen suchen wir den Dialog mit den Menschen, die auf den jeweiligen Gebieten zuständig sind. Ist ein Problem hier in einer Gemeinde oder im Kreis zu lösen, so werden wir hier vor Ort aktiv.
                • Geht es um die großen Debatten in der Ausländer- und Integrationspolitik, so stehen wir im Dialog mit politischen Vertreterinnen und Vertretern in den Gemeinden und im Kreis, damit unsere Positionen dort bekannt werden. Wir nehmen mit eigenen Stellungnahmen an der Integrationsdebatte teil. Wir versuchen eine möglichst breite Öffentlichkeit zu erreichen.
                • Wir arbeiten mit der AGAH (Arbeitsgemeinschaft der Ausländerbeiräte Hessen) zusammen, bringen Anträge in deren Plenarsitzungen ein, die dadurch bei der Landesregierung thematisiert werden.
                • Als Interessenvertretung von Nicht-Deutschen arbeiten wir mit vielen verschiedenen Organisationen, Initiativen und Vereinen zusammen.
                • Bei uns ist jede/r herzlich willkommen, mitzureden und mitzuarbeiten. Wir streben immer eine Konsenslösung für alle Beteiligten an. Wir arbeiten immer konstruktiv und überparteilich mit allen Fraktionen und Gruppen zusammen.

                Bitte gehen Sie am 29. November zur Wahl!

                Bitte wählen Sie die Internationale Liste (IL)!

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                Ihre Kandidat_innen:

                Ziele der Liste:


                  Liste 1 "Internationale Liste (IL)"