Hochschulabsolventen

Zugang zum Arbeitsmarkt für ausländische Hochschulabsolventen
Änderung der Rechtslage durch die Hochschulabsolventenzugangsverordnung

Ausländische Studierende, die zum Studium nach Deutschland gekommen sind und ihr Studium an einer deutschen Hochschule erfolgreich beendet haben, können ihre Aufenthaltserlaubnis anschließend gemäß § 16 Abs.4 Aufenthaltsgesetz (AufenthG) verlängern lassen, wenn sie erwerbstätig sein wollen. Mit der Verlängerungsmöglichkeit wird ihnen bis zu einem Jahr Zeit eingeräumt, einen Arbeitsplatz zu finden.

Sofern ein Arbeitsplatz gefunden wurde, muss die Ausübung der Beschäftigung jedoch nach den Bestimmungen des AufenthG zulässig sein. Bei einem Aufenthaltstitel, der einem ausländischen Staatsangehörigen zum Zweck der Beschäftigung erteilt wird, ist grundsätzlich die Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit erforderlich. Diese Zustimmung wird aber nicht erteilt, wenn Deutsche, EU-Bürger/innen oder sonstige bevorrechtigte Arbeitsuchende für die beabsichtigte Tätigkeit auch zur Verfügung stehen („Vorrangprüfung").

Mit der „Verordnung über den Zugang ausländischer Hochschulabsolventen zum Arbeitsmarkt – Hochschulabsolventenzugangsverordnung" (HSchulAbsZugV) wurde der Arbeitsmarktzugang für ausländische Absolventen einer deutschen Hochschule neu geregelt. Für sie entfällt die Vorrangprüfung. Allerdings muss die beabsichtigte Tätigkeit der Qualifikation bzw. dem Studienabschluss angemessen sein. Die Hochschulabsolventenzugangsverordnung ist die am 16.10.07 in Kraft getreten.

Die Hochschulabsolventenzugangsverordnung erleichtert im übrigen auch den Arbeitsmarktzugang von Staatsangehörigen der neuen EU-Staaten, die noch den Übergangsregelungen zur Aufnahme einer Erwerbstätigkeit unterliegen. Soweit sie eine ingenieurwissenschaftliche Universitäts- oder Fachhochschulausbildung mit Schwerpunkt auf dem Gebiet maschinen- und Fahrzeugbau oder Elektrotechnik oder eine vergleichbare Qualifikation erworben haben, entfällt auch für sie die Vorrangprüfung. In diesem Fall ist es jedoch unerheblich, ob das Studium in Deutschland oder im Ausland absolviert wurde.


Im Wortlaut

Verordnung ausländischer Hochschulabsolventen zum Arbeitsmarkt

vom 9. Oktober 2007